Enterprise-Technologien

Identity Management, Caching, Container, Datenbank, Suche, Messaging – die Bausteine, aus denen geschäftskritische Systeme bestehen.

Mein Prinzip dabei: Technologieauswahl nach Bedarf, nicht nach Hype. Jeder Baustein muss sich gegen die einfachere Lösung rechtfertigen – denn jeder Baustein will betrieben, überwacht und verstanden werden, auch in fünf Jahren noch.

Die Bausteine im Überblick

Identity & Access Management

Anmeldung und Berechtigungen gehören nicht selbst gebaut: OAuth2/OIDC mit einem Identity Provider wie Keycloak oder Azure AD (Entra ID) statt Eigenbau-Login. Rollen- und Rechtemodelle habe ich in mehreren produktiven Systemen entworfen – vom Dokumentmanagement bis zur Payroll-Plattform mit Firmen, Steuerberatern und Mitarbeitern in getrennten Bereichen.

PostgreSQL als Fundament

Meine Standard-Datenbank seit vielen Jahren – vom klassischen relationalen Modell über Volltextsuche bis zur Vektorsuche mit pgvector. Oft ersetzt ein gut genutztes PostgreSQL zwei bis drei Spezialsysteme, die sonst zusätzlich betrieben werden müssten. Schema-Design, Migrationen und Query-Optimierung inklusive.

Caching mit Redis

Redis setze ich dort ein, wo es seine Stärken hat: Session- und Kontextverwaltung über Dienstgrenzen hinweg, schnelle Zwischenspeicher, kurzlebige Zustände – so in meiner eigenen Echtzeit-Kommunikationsplattform im Einsatz. Und genauso wichtig: die Fälle erkennen, in denen ein Cache nur ein Datenmodell-Problem kaschiert.

Container & Docker

Reproduzierbare Deployments statt "läuft nur auf dem einen Server": Docker-Images, Docker-Compose-Stacks, Reverse Proxy, CI/CD-Anbindung – so betreibe ich meine eigenen Plattformen und so übergebe ich Systeme. Ehrlich dazu: Für viele Mittelstands-Systeme ist Docker-Compose auf soliden Servern die richtige Größe – Kubernetes empfehle ich nur, wenn der Bedarf es wirklich hergibt.

Suche: Volltext bis semantisch

Von Lucene-Volltextsuche im Dokumentmanagement über PostgreSQL-Volltext bis zur semantischen Vektorsuche mit Embeddings (pgvector, Qdrant) – inklusive hybrider Suche, die beide Welten kombiniert. Die Kernfrage ist selten die Engine, sondern die Datenaufbereitung: Was wird wie indexiert, damit Nutzer finden, was sie meinen?

Messaging & asynchrone Abläufe

Entkopplung, Hintergrundverarbeitung, langlaufende Prozesse: von einfachen Queues über Push-Benachrichtigungen bis zu wiederaufsetzbaren Workflows mit Temporal, wie ich sie in meiner eigenen Orchestrierungs-Plattform einsetze. Auch hier gilt die Bedarfsfrage: Oft reicht eine Datenbank-Queue mit sauberem Fehlerhandling – ein Kafka-Cluster ist die Antwort auf ein Problem, das viele Unternehmen gar nicht haben.

Betrieben, nicht nur ausprobiert

  • Dokumente auffindbar und bearbeitbar machen: Lucene-Volltextsuche, OCR, PDF-Verarbeitung, Rollen, Stempel, Workflows und Lizenzserver in einem über Jahre weiterentwickelten Dokumentmanagementprodukt
  • Lohnprozesse über mehrere Systeme verbinden: Gemeinsames Rollen- und Datenmodell für Firmen, Steuerberater und Mitarbeiter sowie koordinierte Abläufe über Webanwendung, Arbeitsplatz-Client und Dienste
  • Echtzeit-Kommunikationsplattform: polyglotte Microservices (Java, Node.js, Python) mit PostgreSQL, Redis für Session/Context, TURN/STUN und vollständigem Docker-Compose-Deployment samt Betriebsdokumentation
  • Eigene Wissensplattform: hybride Suche aus PostgreSQL-Volltext und pgvector-Vektorsuche über ~30 Repositories – täglich im eigenen Einsatz, kein Showcase
  • Agentic-Orchestrierung: Temporal-Workflows für wiederaufsetzbare, langlaufende Abläufe, Qdrant als Vektorspeicher, MinIO als Objektspeicher, Sandboxing mit Firecracker-MicroVMs

Wo ein konkreter Baustein oben nicht auftaucht – etwa ein bestimmter Identity Provider oder Message Broker – gilt: Die Standards dahinter sind übertragbar, und systematische Einarbeitung in fremde Systeme ist mein Handwerk seit 25+ Jahren.

Bedarf statt Hype – wie ich auswähle

  • Jeder Baustein kostet Betrieb: Updates, Monitoring, Backups, Know-how im Team. Ein Baustein kommt nur ins System, wenn sein Nutzen diese Kosten trägt
  • Standard vor Eigenbau: Authentifizierung, Verschlüsselung, Queues – bewährte Bausteine anbinden statt sicherheitskritische Räder neu erfinden
  • Erst das Bestehende ausreizen: Häufig steckt die Lösung schon im vorhandenen PostgreSQL oder in der Anwendung selbst – bevor ein neues System die Landschaft verbreitert
  • Austauschbarkeit mitdenken: Saubere Schnittstellen zu Identity Provider, Cache und Suche, damit ein Baustein-Wechsel kein Umbau des Systems wird
  • Ehrliche Grenzen: Große Kubernetes-Flotten oder Kafka-Cluster im Dauerbetrieb sind nicht mein Alltag – wenn Ihr Bedarf dorthin zeigt, sage ich das offen und helfe bei der Auswahl der richtigen Spezialisten

Ob Ihre bestehende Technologie-Landschaft zum Bedarf passt, klärt ein Architektur-Audit – und wenn Altsysteme im Weg stehen, ist Legacy-Modernisierung im laufenden Betrieb der Weg dorthin.

Passt Ihre Technologie-Landschaft zu Ihrem Bedarf?

Lassen Sie uns Ihre Bausteine durchgehen – was trägt, was fehlt, was zu viel ist.
Unverbindlich, 30 Minuten, kostenfrei.

Erstberatung vereinbaren (30 Min., kostenfrei)